Prozesslog
Das Prozesslog von Dr. Schmitz & Partner | Berlin
Was ist passiert?
Komparsen (”Extras”) des Hollywoodfilms mit dem Arbeitstitel Valkyrie/Rubikon der United Artists und Tom Cruise in der Hauptrolle als Stauffenberg sind bei Dreharbeiten verletzt worden. Sie saßen auf einem maroden Lkw und wurden in einer Kurve vom Wagen geschleudert.
Unfälle passieren. Verwerflich ist aber, daß den Verantwortlichen der miserable Zustand der Fahrzeuge schon länger bekannt war, sie aber wegen des Termindrucks auf das Abstellen der Sicherheitsmängel bewußt verzichteten.
Die Kanzlei Dr. Schmitz & Partner hat die Vertretung der verletzten Komparsen übernommen. Eine kurze Darstellung finden Sie auf der Website der Kanzlei, mit der Presseerklärung zum Unfall vom 19.08.2007.
Eigentlich nichts Besonderes?
Die tatsächliche Situation ist in den USA vom extremen Sicherheitsdenken bestimmt. Auf den Verpackungen fehlt nur noch der Hinweis: “Verpackung nicht essen!”
An Drehorten in den USA werden alle nur erdenklichen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um Schaden von den Filmschaffenden (nicht nur den hochversicherten Stars) abzuwehren. Sinnigerweise heißen Komparsen im amerikanischen Sprachgebrauch “Extras”, also Verzichtbare. Die Produktionskosten für den Film werden mit ca. 80 Mio € angegeben, die mit 4,8 Mio € aus Mitteln der deutschen Filmförerderung bezuschußt werden.
Am Drehort Berlin werden aber einfachste Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten.
Ist der Produktionsfirma die deutsche Schadensersatzrechtsprechung bekannt, wonach selbst für allerschwerste Verletzungen mit den Folgen der Querschnittslähmung nur “Peanuts” im Verhältnis zu amerikanischen Beträgen gezahlt werden? Ein Schelm, der Böses dabei denkt?
Die Produktionsfirma hat ihren Sitz in Kalifornien. Damit ist eine der Voraussetzungen für einen amerikanischen Gerichtsstand eröffnet.
Was will dieses Log erreichen?
Dieses WeBlog will
- die Abwicklung des Schadenfalles begleitend dokumentieren,
- Forum der Öffentlichkeit sein,
- die rechtliche Situation diskutieren,
- den Insidern die Möglichkeit geben, die Verfahrensbevollmächtigten mit Informationen zu versorgen.
Wenn Sie für uns Nachrichten haben, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, rufen Sie uns bitte an oder schreiben uns eine E-Mail